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Emmi-dental Professional im Test

Emmi-dental Professional im TestDie Ultraschall-Technologie ist im Bereich der Zahnreinigung noch recht neu, Emmi-dental der einzige deutsche Anbieter einer entsprechenden Zahnbürste. Da die neue und vergleichsweise hochpreisige Technik noch relativ umstritten ist, wollten wir sie genauer unter die Lupe nehmen und feststellen, was die Emmi-dental Professional wirklich kann.

Verpackung und Lieferumfang
Die Lieferung umfasst ein Handgerät mit Ladestation, zwei Aufsteckbürsten und einen Zahnstein-Entferner. Außerdem liegen dem Paket eine 50-Milliliter-Tube Spezialzahncreme für Ultraschallzahnbürsten sowie zwei Färbetabletten zur Überprüfung des Putzergebnisses bei.

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Verarbeitung und Design
Die neue Ultraschall-Technologie erinnert im Design ein wenig an die 1980-er Jahre und wirkt trotz eines eher geringen Gewichts optisch recht klobig. Die Verarbeitung wies auf den ersten Blick keine offensichtlichen Mängel auf, machte auf uns jedoch nicht unbedingt einen hochwertigen Eindruck.

Ausstattung und Funktionen
Die Emmi-dental Professional arbeitet mit rund 96 Millionen Schwingungen pro Minute; der Ultraschall soll die Spezialzahncreme zur Bläschenbildung anregen und dann diese Bläschen zur Implosion bringen. Hierfür ist lediglich der Ein- und Ausschalter zu betätigen, Sonderfunktionen gibt es dabei keine. Der ebenfalls beigelegte Zahnstein-Entferner funktioniert hingegen rein mechanisch und ohne Ultraschall.

Handhabung und Komfort
Das Putzen mit der Emmi-dental Professional erschien uns zunächst einmal vor allem ungewohnt, da die Bürste ohne die bekannten Putzbewegungen vollkommen still an die Zähne gehalten werden soll. Die Zahnbürste vibrierte zwar ein wenig, was aber nur teilweise gegen das irritierende Gefühl des Nichtstuns half. Nach einigen Anwendungen haben wir uns jedoch an die Handhabung gewöhnt.

Beim Putzen sollen jeweils zwei Zähne auf einmal für etwa zehn Sekunden mit dem Ultraschall behandelt werden, allerdings half uns die Zahnbürste in Ermangelung eines Timers nicht dabei, diese zehn Sekunden abzuschätzen. Wir mussten also entweder immer wieder still für uns bis zehn zählen und dabei sehr konzentriert bleiben, oder als Alternative eine Uhr mit Sekundenzeiger ins Blickfeld holen, was die Anwendung etwas unkomfortabel machte.

Da sich zudem die zugehörige Zahncreme, die laut Bedienungsanleitung für die Anwendung der Emmi-dental Professional zwingend erforderlich ist, nur sehr langsam auflöste, benötigten wir vor allem zu Anfang deutlich mehr Zeit als zehn Sekunden pro Abschnitt.

Alles in allem dauerte das Zähneputzen deutlich länger als bei herkömmlichen Rotations- oder Schallzahnbürsten; wir haben zwischen fünf und acht Minuten lang geputzt, was insbesondere am Morgen etwas unpraktisch war. Dabei wurde uns teilweise der Arm etwas schwer, auch der vermehrte Speichelfluss machte uns während des Putzens ein wenig zu schaffen.

Die Verbindung zwischen Handstück und Bürstenaufsatz ist recht schwergängig, sodass der Bürstenwechsel mit einigem Kraftaufwand verbunden war. Auch die Möglichkeit einer Wandmontage für die Halterung haben wir ein wenig vermisst.

Lautstärke
Das Handgerät gibt ein leises Surren von sich, das wir jedoch nicht als störend empfunden haben.

Reinigungswirkung
Der mechanische Zahnstein-Entferner schien uns für seine Zwecke nur wenig geeignet, da die betreffenden Stellen für uns nur schwer erreichbar waren.

Unser subjektives Sauberkeitsgefühl war nach der Anwendung der Bürste sehr gut, unsere Zähne wirkten glatt, Tee-Beläge waren verschwunden. Erst der Test mit der beigefügten Färbetablette zeigte, dass in den Zwischenräumen am Zahnhals noch Spuren von Belägen vorhanden waren. Das Nacharbeiten mit Zahnseide blieb uns also auch mit der neuen Ultraschall-Technologie nicht erspart, zumal die Emmi-dental Professional auch Speisereste zwischen den Zähnen nicht zu entfernen vermochte.

Unserem Eindruck nach blieb das Gefühl sauberer Zähne jedoch länger erhalten als gewohnt, zudem fiel uns auf, dass morgendlicher Mundgeruch deutlich reduziert war. Auch unsere Neigung zum Zahnfleischbluten ging nach etwas längerer Anwendung zurück, was wir auf den Wegfall der mechanischen Einwirkung auf das Zahnfleisch zurückführen.

Akkulaufzeit
Der neue Akku hielt die Zahnbürste in unserem Fall acht Tage lang betriebsbereit, die Zeiten dürften jedoch abhängig von der Anzahl der Benutzer und der täglichen Putzzeit variieren.

Vermisst haben wir in diesem Zusammenhang einen Akkustand-Anzeiger: Wenn die Bürste nicht ständig in der Ladestation steht, besteht ohne einen solchen die Gefahr, dass der Akku während des Zähneputzens komplett entlädt und die Zahnbürste dann nicht mehr zur Verfügung steht. Zudem unterscheidet die LED-Anzeige nicht zwischen einem laufenden Ladevorgang und Betriebsbereitschaft.

Vorteile
+ viel Zubehör
+ sehr leicht
+ sehr gutes subjektives Sauberkeitsgefühl
+ spürbare Reduktion von Mundgeruch
+ weniger Zahnfleischbluten aufgrund fehlender mechanischer Einwirkung
+ sehr leise
+ lange Akkulaufzeit

Nachteile
– Verarbeitung und Design nicht optimal
– etwas unkomfortable Anwendung
– lange Putzzeiten
– schwergängige Verbindung zwischen Handstück und Bürstenaufsatz
– kein Akkustand-Anzeiger

Fazit
Die Ultraschall-Technologie der Emmi-dental Professional erscheint uns durchaus überzeugend, da die Reinigungsergebnisse recht gut sind und die Bürste zudem Zähne und Zahnfleisch zu schonen scheint, was sich in einer deutlich verminderten Neigung zum Zahnfleischbluten bemerkbar machte. Den erhöhten Zeitaufwand halten wir angesichts dessen für vertretbar. Obwohl bei einer Zahnbürste sicherlich das Putzergebnis das entscheidende Kriterium ist, sollten mit Blick auf den recht hohen Anschaffungspreis jedoch auch die Details stimmen. Hier lässt die Emmi-dental Professional an einigen Stellen ein wenig zu wünschen übrig: Eine Ladestandanzeige, ein eingebauter Timer und eine etwas leichtgängigere Verbindung zwischen Handstück und Aufsatz würden den Anwender-Komfort deutlich steigern, ebenso wäre ganz allgemein eine etwas hochwertigere Verarbeitung wünschenswert. Die Abwägung von Preis und Leistung ergab deshalb nur vier von fünf Sternen.


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